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Zum Ende der Seite springen Tattoos – «weisch wi piinlech» oder nicht?
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Der Hausmann


Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 806

Tattoos – «weisch wi piinlech» oder nicht? Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Jetzt sind wir natürlich gespannt auf tätowierte Mamis und Papis, denen ihre Tattoos nicht peinlich sind. Nur Mut!
EinMbesser


Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 1

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Peinlich finde ich persönlich eher Sie und Ihre Kolumne, Herr Friedli.
Sie wissen also, dass man Menschen in der Badi nicht anglotzen sollte, aber machen es trotzdem? Finden Sie es auch peinlich, wenn jemand einen Bierbauch oder Hängebusen in der Badi präsentiert und glotzen den Menschen dann an oder kichern über den Kommentar ihrer Tochter?

Ich denke, Sie sind doch ein grässlicher Bünzli. Ich wünsche mir wirklich, dass Ihre Tochter in ein paar Jahren mit einem schlecht gestochenen Tribal aufkreuzt. Dann können Sie sich ja dann mit dem Badtuch etwas weiter weg legen in der Badi, weil: tättowierte Menschen sind ja unter Ihrem Niveau.
Vogel Vogel ist männlich


Dabei seit: 05.11.2007
Beiträge: 2

Augenzwinkern Pfarrer? Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Bänz

Ja, ich bin auch ein Hausmann, der von Luzern...Gerade kürzlich fragte mich meine bald 18-jährige Tochter, was ich dazu meinen würde, wenn sie sich ein Tattoo stechen liesse. Ich machte ihr nur klar, dass sie sich dies gut und klar überlegen sollte, besonders das Motiv, und dies ohnehin nicht nur so aus einem Momentsgefühl heraus tun sollte. Aber was ich jetzt besonders sagen möchte. Sie schreiben: ...ein Jesuskreuz gar - schliesslich wollte ich Pfarrer werden. Dabei kam mir folgender Gedanke. Stellen Sie sich vor, Sie wären Pfarrer. Dann lesen Sie Ihren eigenen Text über das Tattoo nochmals. Schon was gemerkt? Oder denken Sie mal, das wäre Ihre Predigt von der Kanzel. Wie fühlt sich das jetzt an?
Ich finde Ihre Gedanken ganz ok. - als Kolumnen schreibender Hausmann!

Lieben Gruss Franz Vogel Littau Lebensimpulse.ch
Andy Andy ist weiblich


Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 1

schade... Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Herr Friedli
Für das einzig "piinleche" halte ich Ihre Einstellung gegenüber Tätowierten. Ich meine, jeder darf Vorurteile gegenüber irgendwelchen Sachen haben, das ist klar, aber wieso muss Ihre negative Ansicht zu Tattoos unbedingt veröffentlicht werden? Und wieso müssen Sie da Ihre Tochter auch noch mit einbeziehen? Tattoos sind Kunst, Bilder auf der Haut, die dem Träger etwas bedeuten. Wenn sie anderen nicht gefallen, dann sollen sie nicht hinschauen. Es gibt Menschen, die sammeln Bilder und hängen diese zu Hause an die Wand. Andere tragen Kunst in Form von Tattoos auf dem Körper. In erster Linie sicher nicht um angeglotzt zu werden. Tattoos macht man immer für sich selber, denn, wie Sie ja wissen, behält man diese ein Leben lang. Sicher gibt es Ausnahmen, die im Suff oder im Teenie-Trotz ein Tattoo machen lassen. Aber warum müssen diese wenigen Menschen gleich die ganze Tattoo-Szene in ein schlechtes Licht rücken?
Warten Sie nur, Herr Friedli, bis Ihre Kinder älter sind, möglicherweise kommt da noch was auf Sie zu. Aber seien Sie beruhigt, es gibt wirklich schlimmere und peinlichere Dinge als Tattoos. Das werden auch Sie noch erfahren. Vielleicht denken Sie dann kurz an Ihren Artikel zurück und wünschen sich, Ihr Nachwuchs hätte sich "nur" ein Tattoo stechen lassen...
Liebe Grüsse aus Bern.
Der Hausmann


Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 806

Themenstarter Thema begonnen von Der Hausmann
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«EinMbesser» hat Recht: Ein Bünzli ist man immer in den Augen der anderen. Wir reden hier also von Geschmackssache, und ich habe – wie ich es, liebe Andy, in dieser Kolumne immer tue – lediglich aus dem Familienalltag geplaudert. Dass ich dabei die gesamte Tattooszene diskreditiert hätte, stimmt nicht.

Alltag für fast alle Schweizer Familien ist derzeit nun mal der Badibesuch, und ich möchte wetten, in fast all diesen Familien wird dabei irgend wann mal das Thema Tattoos diskutiert, denn die sind ja in der Badi nun mal gut sichtbar.

Und damit sind wir bei einem für mich springenden Punkt. Ja, ich habe auch Bilder daheim hängen. Aber ich zeige sie nicht in der Badi rum. Der eine hat daheim einen Rolf Knie, die andere einen, sagen wir mal, Bendicht Fivian, beiden gefällt ihr Bild, und das ist eben nicht nur Ansichts-, sondern vor allem auch eine recht private Sache. Unsere Bilder bekommen Freunde und Nachbarn zu sehen, ein enges Feld von Vertrauten. Tattoos hingegen sind mithin die Nötigung des anderen, etwas mitanzusehen. Natürlich gilt dies auch für Frisuren, Schmuck, Styling jeder Art. Problematisch an Tätowierungen finde ich, dass diese eben lebenslänglich sind. Noch dazu, dass die meisten sie sich in einer Lebensphase am Übergang von der Pubertät ins Erwachsensein stechen lasen, wo man aufgewühlt ist, seinen Weg sucht, Schrilles ausprobiert, Grenzen auslotet, provozieren will, und so weiter. Was ich nun in dieser Kolumne primär gesagt habe, ist: dass ich froh bin, damals keiner meiner Neigungen und keinem meiner Spleens dahingehend nachgegeben zu haben, dass ich sie unter meiner Haut hätte verewigen lassen. Es wäre mir heute peinlich, weil es nicht zu mir passen würde. (Insofern bin ich sicher, dass es heute viele Mütter um die 30 gibt, die ihr Geweih am Steissbein lieber loswürden – so, wie man ein Bikini aus der vorvorletzten Badesaison einfach wegwerfen kann.)

Wohl gemerkt, ich habe einige gute Freundinnen (und zwei, drei Freunde, aber ehrlich gesagt, vor allem Frauen), deren Tattoos mir gefallen. Sie sind tatsächlich kunstfertig ausgeführt und sie passen zu ihnen. (Im Moment jedenfalls. In 40 Jahren? Who knows.) Vielleicht bezeichnend ist, dass sie sich allesamt ihre Tätowierungen erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter und wohl überlegt zugelegt haben.

Was nun meine Tochter betrifft (der Sie ja hoffentlich nicht allen Ernstes «Schlimmeres» wünschen?!), wird es dereinst ganz und gar ihre Sache sein, ob sie sich tätowieren lässt oder nicht. Von ihrem Wesen her schliesse ich das zwar eher aus, vor allem aber geht es mich nichts an. Ich bin zuversichtlich, dass sie mit der Gewissheit aufwächst, dass sie später mal das tun soll und darf, was sie für richtig hält – und nicht das, was ihre Eltern für richtig halten.

Insofern würde sie mich mit einem Tattoo keineswegs schockieren. Fast sicher bin ich mir indes – sollte sie denn jemals mit einem Tribal aufkreuzen –, dass es kein schlecht gestochenes sein wird.

Ich bedanke mich für die angeregte Diskussion.
bf
migge migge ist weiblich


Dabei seit: 20.07.2010
Beiträge: 1

Augenzwinkern Hot Babe - Tattoo Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Lieber Bänz
Ich denke, dass "Hot Babe" im Jahre 2067 nicht mehr so gut sichtbar sein wird. Falls die von Ihnen beschriebene üppige Oberweite "Natur pur" ist, dürfte die Erdanziehungskraft das ihre dazu beitragen... LG Migge
Bettina Bettina ist weiblich


Dabei seit: 20.07.2010
Beiträge: 1

smile Us em Härz gsproche Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Hallo lieber Bänz Friedli
Sie haben mir exakt aus dem Herzen gesprochen. Gerade am Wochenende haben wir mit Freunden über die grassierende Tattoo-Sucht gesprochen. Finde ich echt schlimm, was man da alles sieht! Und gesehen werden wollen/sollen sie ja, die Tattoos, sonst würde sie ja keiner so prominent platzieren. Also darf man ruhig glotzen...

Bei unserer Diskussion erwähnt ich, dass ich echt Mühe hätte damit, wenn eines meiner Kinder seinen schönen Körper mit einem üblen Tattoo verunstalten würde. Da meinte mein Ältester, 15 Jahre, leider nicht ganz abgeneigt, ob es denn ok wäre, wenn er ganz gross auf den Rücken "I love my mum" tätowieren lassen würde. Haha, aber trotzdem nein!
Savannah67 Savannah67 ist weiblich


Dabei seit: 20.10.2009
Beiträge: 18

piiinlech oder nid..... Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

ist relativ, schönheit liegt schlussendlich im auge des jeweiligen betrachters. was mir heutzutags auffällt ist, dass ich - OHNE tatoo - ein exot bin im badipublikum. DAS überrascht mich extrem!
Betroffen Betroffen ist weiblich


Dabei seit: 14.07.2009
Beiträge: 9

Tätowierungen Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Ich selber habe keine, mein Mann auch nicht und meine Jungs auch noch nicht. In meiner Generation und meinem Bekanntenkreis war das nie ein Thema. Heute muss das anscheinend fast jeder haben, damit er oder sie dazugehört. Na ja, jeder muss seine Haut selber zu dem Markte tragen, der ihm entspricht... Viel scheusslicher als die Tatoos finde ich aber noch die Piercings! Dass sich die jungen Leute sowas gruusiges auch noch freiwillig antun und dafür bezahlen, verstehe ich nicht.
Aber, lieber Bänz, wir Eltern müssen und können gar nicht alles verstehen. Nicht dass ich jetzt Ihrer Tochter oder ihrem Sohn etwas "Schlimmeres" wünsche, ganz sicher nicht, aber es gibt tatsächlich Dinge, welche wir uns schlichtweg nicht vorstellen können. Haben Sie z.B. schon mal was vom "Ritzen" gehört? Ich meine jetzt nicht gleich die "Borderline-Krankheit", sondern das ausprobieren von "wieviel es braucht, bis es blutet oder ein bisschen weh tut". Mädchen ritzen sich den Namen ihrer Lieblingsband auf den Arm, die Burschen wollen Helden sein und zeigen stolz die Narben... Nicht alle, natürlich nicht, aber als ich davon erfuhr, war ich geschockt. Mir wäre sowas nie in den Sinn gekommen. Ich bin halt auch ein Bünzli. Die Narben bleiben, die Tatoos auch. Das Leben zeichnet jeden auf seine Weise und oft bleibt den Zuschauern nur ein Kopfschütteln.
Trotzdem, es gibt nix intressanteres, als beim Badi-Besuch die Mitmenschen zu beobachten. Dass Sie als Kolumne-Schreiber Ihre Gedanken schreiben können, ist Ihr Privileg und ich finde, Sie machen das meistens sehr gut!
Angela B. N.


Dabei seit: 25.07.2010
Beiträge: 1

Jedem das Seine Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Über Tattoos kann man geteilter Meinung sein. Es gibt ja ganz hässliche Sachen, die mir nicht gefallen. Wichtig scheint mir, man trägt ein Bildnis auf seiner Haut, das einem Energie schenkt und nicht raubt, das eigene Züge unterstreicht und Ausgleich schafft. Gute Tätowierer wissen, dass man sich nicht irgendwas auf die Pelle machen lassen darf. So würde ich z.B. raten, die Elementverteilung im eigenen Geburtshoroskop zu berücksichtigen. Ein schöner chinesischer Drache oder ein Phönix kann für die einen sehr unterstützend sein, für die anderen schwächend. Langweilig finde ich schon diese A...geweihe, denn sehr viele Frauen tragen mehr oder weniger das Selbe. Das ist mir zuwenig individuell.
Mein älterer Sohn trägt Tattoos über den rechten Arm, die Schulter, und die Namen seiner Kinder auf dem linken Arm. Es gehört einfach zu ihm, und weil es schöne Tattoos sind, sind sie auch Blickfänge.
Menschen mit Tattoos einfach als solche abzustempeln, die angegafft werden wollen, empfinde ich als nicht stimmig.
Ich habe mir schon überlegt, was ich mir stechen lassen würde, wäre ich nicht so überaus schmerzempfindsam. Wenn mein inneres Wesen ein Symbol auf der Haut wollte und bräuchte, dann fiele mir bestimmt das richtige ein, oder ich liesse mir ein auf mich passendes, archaisches Bild zeichnen.

Etwas zum Thema Tätowieren frage ich mich jedoch oft: muss man(n)/frau gestochen werden, um sich wieder einmal spüren zu können, so ähnlich wie bei den Borderline Menschen, die sich ritzen, etc.?
Ist nur ein Gedanke, der mir aber immer wieder kommt.
Ananas


Dabei seit: 27.07.2010
Beiträge: 1

Zunge raus! Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Neulich in der Migros Do it Yourself in Bern. Ich war mit meinem 6-jährigen Sohn an der Kasse am bezahlen. Die Verkäuferin hatte beide Arme voll tätowiert. Sagt mein Sohn zu mir: Mami schau die Tätowierungen dieser Frau. Ich sprach leise zu meinem Sohn, dass ich die Tätowierungen auch gesehen habe und dass er solche Äusserungen nicht vor den betreffenden Personen machen solle. Vielleicht haben diese Personen dies nicht gern.
Die Verkäuferin lächelte und sprach: Momou, du darfst das ruhig sagen. Ich habe kein Problem damit. Gell, die sind schön. Wenn du gross bist, kannst du ja auch solche machen.
Unser Sohn meinte nur: Sicher nicht, ich werde mir doch nicht Gift unter die Haut spritzen.
Das Lächeln der netten Verkäuferin verschwand. Sie wetterte los, wenn das Gift wäre, wären ja schon viele daran gestorben. Zudem ist die Luft draussen viel giftiger....
Wir haben bereits bezahlt und verliessen die Migros fluchtartig.

Fazit: Legt euch nie mit einem 6-jährigen Kind mit Asperger-Syndrom an. Die sind offen und ehrlich. Ich habe mich daran gewöhnt. Viele Mitmenschen noch nicht.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ananas: 27.07.2010 22:04.

Pierre


Dabei seit: 02.08.2010
Beiträge: 1

Tatoos Diesen Beitrag editieren/löschen       Zum Anfang der Seite springen

Ich habe Ihre Columne mit Vergnügen gelesen!
Aber, Arschgeweih ist doch eher von der harmlosen Abteilung.

Ich hörte, dass man in der Schweiz dazu "Schlampenstempel" sagt. Die Österreicher sagen „Arschvignette“.
oberaargauer_familienfrau oberaargauer_familienfrau ist weiblich


Dabei seit: 25.01.2010
Beiträge: 3

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Lieber Hausmann, Sie haben mir wieder einmal aus dem Herzen gesprochen. Kompliment zu Ihrer Kolumne! Gruss aus dem Oberaargau

P.S. Es gibt Schlimmeres als ein Tattoo, trotzdem hoffe ich, dass meine Kinder die Finger davon lassen werden...
Der Hausmann


Dabei seit: 22.01.2007
Beiträge: 806

Themenstarter Thema begonnen von Der Hausmann
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Vielleicht das nächste Mal besser eine andere Kasse wählen, liebe Ananas ;-)
 
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