Aufklärung: Die heikelsten Themen |
Moderator
Dabei seit: 29.11.2006
Beiträge: 169
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| Aufklärung: Die heikelsten Themen |
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Worüber fällt Eltern das Reden mit der Tochter/dem Sohn am schwersten? Bei Konkretem, Anschaulichem - oder doch eher, wenn mehr Gefühle mit reinspielen?
Und wie gehen Sie gerade diese Themen an?
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F.J.Neffe
Dabei seit: 23.01.2007
Beiträge: 24
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| Sprich als der, der Du wirklich bist! |
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Wenn sich jemand schwer tut mit dem, worüber er reden will, dann hat er selber auf diesem Gebiet noch zu lernen. Wie also könnte dann das Gespräch lebendiger und interessanter sein als wenn er einen an seinem Lernen teilhaben lässt und als der spricht, der er wirklich ist? Ich wünsche gutes Erleben.
Franz Josef Neffe
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seunglee

Dabei seit: 22.02.2010
Beiträge: 4
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kein Kind will mit den Eltern über Sex reden....
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OliWag
Dabei seit: 03.08.2010
Beiträge: 1
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| Für Männer/Väter ist das Thema schwieriger geworden |
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seunglee schreibt: " kein Kind will mit den Eltern über Sex reden ".
Das kommt sehr auf die Familie und das aktuelle gesellschaftliche Umfeld an.
Eine gute Grundlage ist es, wenn sich die Eltern frühzeitig absprechen: Welche Grenzen setzen wir in der Familie zB. bezüglich Nacktsein: Umziehen vor den Kindern, Badewannenplausch. Was ist noch herzig und was ist einfach peinlich? Oder was kann für den Vater juristisch gesehen irgendwann gefährlich z.B. bei einer Kampfscheidung. "Er war vor 20 Jahren im Schwimmbad mit der kleinen Tochter alleine in der Männergarderobe."
Aus der Erfahrung mit meinen Kindern fängt die Aufklärung schon auf dem Wickeltisch an. Sprechen Sie doch die Körperteile, die Sie gerade säubern, mit richtigem Namen an.
Kinder sollen und dürfen immer fragen, auch wenn dies zu Peinlichkeiten führt. Ich darf als Erwachsener intime Erklärungen auch auf einen mir günstigen Zeitpunkt verschieben, oder vorher etwas nachlesen.
Glücklich die Kinder, die Erwachsene ihres und des anderen Geschlechts offen fragen können: Mädchen stellen Fragen zum für sie unverständlichen Verhalten von Buben und umgekehrt. Es ist doch schön für einen Vater, wenn er seinem Sohn über die eigenen Unsicherheiten bei der "Mannwerdung" berichten kann: Knaben können sich mit dem "kleinen (!)" biologischen Unterschied grosse Problem einreden.
Altersgerechte Antworten auf Fragen zur Biologie sind am einfachsten. Fragen zu Gefühlen und Besonderheiten etwas schwieriger: "Lieben sich die beiden Männer in ihrer gemeinsamen Wohnung so wie Mami und Papi?" Die Mehrdeutigkeit dieser Kinderfrage von "Liebe machen" und "Liebe geben/erfahren" fällt einem vielleicht erst später auf. Es ist auch möglich, dass sich das eigene Kind in sexuell unerwarteter Richtung entwickelt - es bleibt immer das eigene Kind.
Später, wenn die Kinder ihre "Gschpönli" (Kumpels) einladen, prallen die unterschiedlichen Wissensstände/Ansichten aufeinander. Und auch die fremden Kinder möchten Antworten haben und merken sehr schnell, wie offen das Klima gegenüber den (Tabu-) Themen ihrer eigenen Familie sind. Für mich als Vater wurde es dann heikler, wenn die kleinen Besucher baten, keinesfalls ihre "verbotenen" Fragen ihren Eltern mitzuteilen. In den 70/80er Jahren hatte das für den Vater (Mann!) kaum strafrechtliche Konsequenzen - aber heute?
Heute stellen meine Enkel ähnliche Fragen, wie früher meine eigenen Kinder. Nur rate ich den Vätern meiner Enkel, Korrekturen von nach Hause mitgebrachten biologischem Unsinn (Mythen) und absurde Vorstellungen vom partnerschaftlichem Umgang tunlichst nur im engen Familienkreis anzugehen.
Auf Aussagen von "ausserfamiliären", unter 18-jährigen "Kindern" zu sexuellen Themen gehe ich prinzipiell nicht mehr ein: Empfängnisverhütung/Geschlechtskrankheiten, blöde Sprüche aus der Werbung oder gleichbedeutender Klartext aus überall zugänglichen Internet-Pornos wie "Alle Mädchen/Frauen sind willige Sexobjekte". Da bin ich heute sehr vorsichtig.
Niemand kann sich bei Kinderschutzklagen 20 Jahre zurück noch an den genauen Wortlaut seiner damaligen Aussagen erinnern. Auch will ich nicht Opfer eines "Ehrenmordes" respektive "kulturellen Missverständnisses" werden.
Für mich als Grossvater hat sich die Gesellschaft stark verändert. Aktuell verbinden sich US-amerikanische, scheinheilige Prüderie und ideologischer Feminismus mit religiös verbrämten Absurditäten aus dem Nahen Osten. Für Väter, Opas und Onkels (alles Männer!) ist die sexuelle Aufklärung - auch in der Familie selbst - schwieriger und gefährlicher geworden.
Ich verstehe, dass sich angeblich nur noch 10% der Väter um die sexuelle Aufklärung ihrer Kinder kümmern sollen.
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